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- 25.6.2010: Sie nannten ihn Frankie
- 26.5.2010: Regen, mein Segen.
- 12.5.2010: Die Serie Deines Lebens
- 4.3.2010: Jugendliche im Umgang mit dem Alkohol
- 26.2.2010: Schneller Rauchfrei
- 9.2.2010: Neuer Impstoff gegen Magenkrebs
- 9.2.2010: Hart IV Urteil. Armen Kinder muss sofort geholfen werden
- 8.2.2010: Musik klingt auch leise gut
- 2.1.2010: Krebsvorsorge ist gar nicht schwer
- 20.12.2009: Armut in Deutschland verfestigt sich. VdK befürchtet zunehmende Armut durch die Wirtschaftskrise
Wissenswertes
Sie nannten ihn Frankie
25.6.2010 von dieJenny.
Wir liegen auf der Wiese. Urlaubsfeeling. Ausgelassene Stimmung, die Gespräche von Sonnenschein und guter Laune durchzogen. Auf dem Grill das Fleisch, in der Hand das Bier. Um uns herum alles zwischen 20 und 25 Jahren. Er nicht. Und trotzdem ist er hier, jeden Tag vielleicht. Wenn ich hier bin, sehe ich ihn immer, ihn und seine Tasche, die er behutsam mit PET-Flaschen füllt. Wirkt kek, der Junge, und kein bisschen ängstlich oder eingeschüchtert zwischen den ganzen trinkenden Studenten und sonstigen jungen Erwachsenen, die im Schnitt sicher 8 Jahre älter sind als er. They call him Frankie. Frankie hab ich noch nie mit Gleichaltrigen gesehen, immer allein, immer auf den Wiesen, immer mit den Pfandflaschen und einem kessen Spruch auf Lager. Mit abgewetzten Klamotten und einer Kappi im Bundeswehrstyle wegen der Sonne. Der kommt definitiv besser an bei den Horden als die alte Zigeunerin mit ihrem Trolli und dem einzigen deutschen Satz, den sie kann: “Du Flasche selber, oder?”, oder dem alten Opa, der erst garnicht fragt und sich einfach der leeren Flaschen bedient. Da hat Frankie die Sympathiepunkte sicher in seinen jungen Jahren, mit 14(???) unter Dauerfeiernden.
Ich seh ihn wieder, und das nicht auf der Wiese. In meiner Stadt ist eine, nennen wir es Riesenparty, zu der jeder geht. Vorher, den gesamten Tag lang, trifft sich die “junge Szene” auf einer Wiese. Wie sollte es sein mit Grill und Bier. Da darf auch Frankie nicht fehlen. Und diesmal ist er noch besser ausgestattet. “Passt ihr mal kurz auf meinen Einkaufswagen auf, während ich weiter sammle und guckt, dass sich der Opa daran nicht bedient?” “Na klar”, für Frankie doch gern. Da kann man nur staunen. der Wagen ist voll, sicher genug Pfand für neue Kleidung…aber Frankie trägt noch immer die gleiche abgewetzte Kleidung. Der alte Opa mit dem miesen Blick ist auch hier. Kein gutes Geschäft für ihn, und so streicht er neidisch über den Wagen von Frankie, der grinsend mit der nächsten Ausbeute daher kommt. Jetzt sind wir neugierig. “Sag mal Frankie, wieviel verdienst Du so?”, “mh auf den Wiesen sind es um die 20 am Tag. Hier mehr. 100 werden es locker sein.” Wir staunen. Fragen ihn, ob er das Geld behalten darf, er nickt. Das sei sein Taschengeld. Nettes Gehalt für einen Tag. Für einen Jungen, der mit 14 (???) unter viel Älteren weilt, die Drogen konsumieren, und wenn es nur der Alkohol ist, und sich dennoch wohl fühlt. Mit Freunden haben wir ihn noch nie gesehen. Die sind wohl Zeitung austragen oder Autos putzen.
Der Wagen ist voll, den sollte er mal lieber zum Automaten bringen. “Jaja, später. Da vorne hab ich auch noch zwei stehen. Und wenn die voll sind, holt mich mein Dad mit dem Hänger ab.”…
Regen, mein Segen.
26.5.2010 von dieJenny.
Paderborn. Meine Stadt. In der Sonne so schön. Da lohnt sich ein Besuch der Innenstadt, wenn die wärmenden Strahlen des glühenden gelben Balles sich über ihr ausbreiten. Erstrahlende Altbauten, die das Gefühl von Geborgenheit zu bergen scheinen und Tausend lächelnde Gesichter umarmen, die durch die Straßen dieser Schönheit streifen. Frauen in schicken Kleidern und Männer im Surferstyle, die ihr Eis an den gemütlichen Plätzen rund um den Rathausplatz genießen, Kinderlachen, Hundegebell, laute Gespräche mit dem süßesten Ton, der je erklang. Fast schmerzlich wirkt die Freude, geprägt von der Vergänglichkeit, verschwindend wenn die Sonne geht.
Durch das Quellgebiet streifen. Selbst die Penner scheinen sich mit ihrer Stadt zu freuen- oder gerade sie, denn schließlich wohnen sie mehr in ihr als sonst irgendjemand- und stoßen freudig mit ihrem PET-Flaschen an, unterstützt von ihren zotteligen Begleitern, denen die Ausgelassenheit nicht entgeht.Hin zu den Paderwiesen, wo Massen junger Menschen sitzen, zu lauter Musik lachen, trinken und rauchen. Nirgendwo sonst ist der Sommer so nah, wie auf diesem Stückchen Wiese, zu dem die Junge Meute schon gehört, als habe man Rosen in ein Rosenbeet geplanzt. Doch genau so vergänglich auch dieses Bild. Wahrscheinlich gut so. Die Rose wartet bis zum Winter um zu verblühen, dieses bunte junge Meer verschwindet schon mit dem Abend. Oder eher.
Ein Wolkenmeer, das aufkommt und plötzlich mächtiger scheint, als jeder Strahl der glühenden Sonne je war. Grau. Trist. Wo sin all die Farben hin? Hektisches Packen ist zu beobachten, und das Lächeln der Gesichter verschwindet wie die Strahlen hinter den Wolken. Aufbruch. Donner. Jetzt gehen auch die letzten. Ich bleibe. Es scheint die anderen zu bedrohen, bedrücken. Mich befreit es. Die Wolken wirken wie eine Decke, die sich schützend über ihre Welt legt. So auch über mich. Regen. Der Geruch von Erde steigt empor. Kein Grill, kein Bier, kein Rauch. Pure Natur. Erde eben. Als ich mich in das nasse Gras pflanze, bemerke ich, dass ich wohl doch nicht das einzige Lebewesen bin, das sind freut. Klein, braun, watschelig trottet eine Entenfamilie über die Wiese, nein, sie tanzt fast. Froh, dieses Stück Natur für sich zu haben, zumindest bis zu den nächsten Sonnenstrahlen. So lass ich sie allein. Ich stör wohl nur. Also zurück. Durch das Quellgebiet, in dem die Apokalypse eingeschlagen sein muss. Hunde bellen, aber nicht vergnügt, Punks schreien sich an, streiten um die umherliegenen PET-Flaschen, von Ausgelassenheit keine Spur. Verrückte Welt.
Durch die Stadt. Ich werde nass. Ich lächel. Damit bin ich wohl allein. Gestresste Mütter, schreiende Kinder, grimmige Gesichter. Von der sonnigen Romantik zum Weltuntergang. Auf meinem Weg nach Hause ist da niemand außer mir. Verlassene Straßen, ab und zu ein paar Autos, selbst die Fahrer im Inneren scheinen verärgert. Worüber? Ich hingegen fühl mich frei. Der Regen säubert mich. Und meine Stadt. Schließe die Augen, umhüllt von Wasser, zugedeckt vom Wolkenmeer. Und in der Nase der beruhigende Geruch von nassem Asphalt. Ein perfekter Tag. Sommerregen, komm gelegen.
Die Serie Deines Lebens
12.5.2010 von dieJenny.
Im Fernsehen der heutigen Zeit scheint die größte Komponente das Serielle zu bilden. Wir schauen auf die Mattscheibe und lassen uns berauschen vom gespielten Leben anderer Menschen, sehen meist klassische Geschichten über Liebe, Krisen und das ganz “normale Leben”. Und obwohl es scheint, als sehen wir den gleichen Zusammenhang, die gleiche Basis immer wieder, nur mit anderen Protagonisten, schalten wir jeden Tag wieder ein. Um 19.45 Uhr auf RT oder auch zu jeder anderen Zeit. Wir fiebern mit Charakteren mit, die uns nahe scheinen, dseren Gefühle uns vertraut scheinen, deren Leben wir mit unserem vergleichen können. Ist es nicht verwunderlich, dass wir uns auf das “Leben”, oder besser gesagt die erfundene Geschichte anderer stürzen und so “abhängig” von deren Leben werden, dass es wichtiger scheint, um 19.45 Uhr den Fernseher anzuschalten, als während dessen unser eigenes Leben in Gang zu bringen?
Der Trend wird noch extremer: An den Nachmittagen hat es sich offenbar durchgesetzt, Realitysoaps und ähnliches zu zeigen. Wir sehen tatsächlich in das Leben anderer - oder glauben dies zumindest. Während das eigene Kind im Hintergrund schreit, hat die Mutter keine Zeit, sich darum zu kümmern, weil sie mit dem baby irgendeiner Mutter in Castrop-Rauxel beschäftigt ist und der erbärmlichen Figur zusieht, wie sie ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt. Befriedigung beim Rezipienten, während er selbst erbärmlich auf den Bildschirm starrt, sein eigenes Leben ausblendet und sich an den Katastrophen anderer erfreut, nicht merkend, dass seine eigenen mindestens genau so schlimm sind. Wie kann es sein, dass die Befriediung eines großen Teils der Gesellschaft eher aus der Betrachtung des Lebens anderer rührt, als aus der Meisterung des eigenen? Vor der Mattscheibe stillgelegt und in die “Realität” anderer entflohen, die nicht besser ist, als die eigene, wird das eigene selbstverbaute Leben vernachlässigt.
Jugendliche im Umgang mit dem Alkohol
4.3.2010 von dieJenny.
Jedes Jahr trinken ca. 750000 Menschen in der Bundesrepublik das erste Mal Alkohol. Für ca. 10% kann dies der Beginn einer zweifelhaften Alkoholikerkarriere sein. Jugendalkoholismus findet man kaum in einer Statistik - spektakulärer sind die jugendlichen Drogenabhängigen - aber die meisten User illegaler Drogen haben zuvor Erfahrungen mit der Pulle gemacht.
Kinder werden frühzeitig an den Geschmack von Alkohol gewöhnt: In vielen Süßigkeiten und Lebensmitteln, die sogar ausdrücklich für diese Altersgruppe angepriesen werden, ist Alkohol enthalten. So wird frühzeitig der alkoholische Geschmack antrainiert, denn normalerweise wirkt dieser beißende Geschmack abstoßend.
Bereits Kinder sammeln ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol. Omas Geburtstag - es darf zur Feier des Tages ein Schlückchen Sekt genippt werden. Für die Kinder ist das sozusagen der erste Schritt in die Erwachsenenwelt. Die Erwachsenen machen es den Kindern vor: Alkohol gehört zum Erwachsensein! Meistens darf zur Konfirmation das erste Mal “richtig” getrunken werden - die Jugendlichen sind dann gerade mal 14 Jahre alt.
Viele Erwachsene machen sich keine Gedanken, wenn Kinder mit Alkohol in Berührung kommen - das sollten Sie jedoch wissen:
* Das kindliche Nervensystem reagiert empfindlicher als das eines Erwachsenen - bereits ab 0,5 Promille Alkohol im Blut kann ein Kind bewusstlos werden. Bei Alkoholvergiftung muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.
* Je geringer das Gewicht des Kindes ist, umso mehr bewirkt die aufgenommene Alkoholmenge einen höheren Blutalkoholgehalt im Körper - bereits kleine Mengen Alkohol können tödlich sein!
* Beim Schulkind liegt die Gefahrenzone bei ca. 3 Gramm Alkohol je Kilogramm Körpergewicht, während beim Erwachsenen erst doppelt so viel zum Tode führt.
* Beim kleineren Kind fehlt das sonst so typische rauschhafte Anfangsstadium - das Kind kann schlagartig vom wachen Zustand in tiefe Betäubung fallen!
* Alkohol beeinträchtigt die seelisch-geistige und körperliche Entwicklung der Kinder.
Gerade die Pubertät ist eine schwierige Phase. Die Jugendlichen wollen sich vom Elternhaus lösen, haben aber in der Welt der Erwachsenen noch große Schwierigkeiten sich zu behaupten. Die körperliche Entwicklung, der erste Liebeskummer, schulischer Leistungsdruck erschweren diese Zeit enorm. Alkohol kommt in dieser Entwicklungszeit wie gerufen. Er schmeckt den jungen Erwachsenen zwar nicht unbedingt, wirkt aber enthemmend, entspannend und hilft dabei sich über Verbote hinwegzusetzen. Der Alkohol lässt das mangelnde Selbstvertrauen vergessen und auch die Zukunftsängste werden lässig überspielt. In vielen Cliquen gilt Alkoholkonsum als Zeichen von Stärke, dadurch entsteht der Gruppenzwang mitzutrinken.
Alkoholkonsum wird in unserer Gesellschaft toleriert, er ist Bestandteil der Erwachsenenwelt. Wer als Jugendlicher mithalten will, muss auch mittrinken, als Abstinenzler gilt er schnell als Außenseiter. Dazu trägt auch wesentlich die Werbung mit Sprüchen wie “Spaß im Glas” bei. Der verantwortungsbewusste Umgang mit Genussmitteln kann jedoch erlernt werden, dazu haben wir als Erwachsene auch eine Vorbildfunktion.
Setzen Sie sich öfters mit der ganzen Familie zusammen und sprechen Sie über aktuelle Probleme.
Hören Sie Ihrem Kind immer zu. Zeigen Sie, dass Sie Verständnis für Sorgen und Probleme haben. Schaffen Sie eine Vertrauensbasis. Auch Nebensächlichkeiten können für das Kind oder Jugendlichen “weltbewegend” sein.
Beleben Sie Familientraditionen, auf die sich die Kinder freuen - z.B. gemeinsames Samstagsfrühstück etc.
Seien Sie Ihren Kindern ein Vorbild, indem Sie den eigenen Suchtmittelgenuss (Alkohol, Zigaretten) einschränken.
Geben Sie den Kindern geistige Anregungen, machen Sie Spielenachmittage o.ä. Machen Sie gemeinsame Ausflüge, an denen die Kinder auch Spaß haben etc.
Nehmen Sie den Kindern nicht alle Aufgaben ab. Lassen Sie die Kinder altersgerecht Verantwortungen und Pflichten übernehmen.
Kinder und Jugendliche müssen eigene Erfahrungen sammeln. Dazu gehören auch Trauer, Wut und Enttäuschung. Lassen Sie die Kinder Probleme auch selber lösen.
Jedes Extrem in der Familie kann sich negativ auswirken. Gibt man den Kindern zu viele Freiheiten, zuwenig Beachtung und Interesse, so fühlen sie sich leicht vernachlässigt. Auch das Gegenteil wirkt sich negativ aus. Das Überbehütetsein und zuviel Strenge, gibt Kindern und Jugendlichen zu wenig Möglichkeiten, sich frei zu entfalten. Das gesunde Mittelmaß zu finden ist nicht leicht, aber erstrebenswert.
Quelle: http://www.a-connect.de/jugend.php
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Schneller Rauchfrei
26.2.2010 von dieJenny.
So viele Menschen in Deutschland rauchen. Die Risiken sind bewusst, doch fällt es oft schwer, die Finger vom Glimmstängel zu lassen. Für jeden, der wirklich aufhören will, ein paar Tipps:
Der langsame Weg, nach und nach aufzuhören, lohnt sich in der Regel nicht, er ist schwieriger und qualvoller. Effektiver ist da die „Schlusspunkt-Methode“. Setzen Sie sich in den nächsten Zehn Tagen einen Termin, zu dem Sie definitiv aufhören wollen. Rauchen Sie dann genüsslich Ihre letzte Zigarette, um danach alle Rauchutensilien wegzuwerfen. Vorbereitung darauf kann von Vorteil sein. Führen Sie einfach ein „Rauchtagebuch“. Das heißt, Sie schreiben an zwei Tagen in der Woche und einen am Wochenende auf, wann Sie rauchen und warum. Überlegen Sie dann, was Sie sonst in diesen Situationen tun könnten. Wenn Sie starker Raucher sind, können auch Nikotinpflaster von Nöten sein, um die körperlichen Auswirkungen gering zu halten. Symptome wie Schwindel oder Übelkeit sind in der Regel nach sieben bis zehn Tagen vergessen, also durchhalten!
Viele Menschen geniessen gerne eine Zigarette nach dem Essen. Wenn es Ihnen schwer fällt, von dieser loszukommen, verändern Sie einfach die Grundsituation. Bleiben Sie nach dem Essen nicht sitzen! Gehen Sie spazieren, spülen Sie ab oder beschäftigen Sie sich anderweitig! Auch kann es hilfreich sein, bereits vor dem Rauchstopp eine gesunde Richtung in Sachen Ernährung einzuschlagen, damit Sie nach dem Rauchstopp nicht unnötig zunehmen. Das sollte Sie nicht abschrecken, trauen Sie sich einfach zu, diese Phase zu überwinden. Viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben! Sollten Sie weiterhin Probleme haben, holen Sie sich bei Ihrem Arzt Informationen zum Thema ein und besuchen sie gegebenenfalls Antiraucherkurse.
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Neuer Impstoff gegen Magenkrebs
9.2.2010 von admin.
08.02.10 | Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe
Wissenschaftler entwickeln Impfstoff gegen Bakterium Heliobacter pylori
München (ng) – Jedes Jahr erkranken fast 19.000 Menschen in Deutschland neu an Magenkrebs. 90 Prozent dieser Karzinome sind auf eine Infektion mit dem Bakterium Heliobacter pylori zurückzuführen. Diese Infektion wird zurzeit vor allem mit Antibiotika behandelt. Der Erreger ist in den letzten zehn Jahren jedoch vermehrt unempfindlich gegenüber dieser Therapie geworden. Die Deutsche Krebshilfe fördert jetzt ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, eine Impfung gegen dieses Bakterium zu entwickeln. Die gemeinnützige Organisation unterstützt das Projekt am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TU) mit 266.000 Euro.
Die chronische Infektion mit Heliobacter pylori ist die häufigste bakterielle Erkrankung weltweit. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung ist mit diesem Erreger infiziert – dem Hauptverursacher von Magenkrebs. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Keim als „Klasse I Karzinogen“, also als sicher krebserregend, eingestuft. Durch eine Infektion mit diesem Bakterium entzündet sich die Magenschleimhaut. Aus dieser chronischen Entzündung kann sich bei einigen Patienten Magenkrebs entwickeln.
Um zu verhindern, dass Magenkrebs entsteht, muss die bakterielle Infektion frühzeitig behandelt werden. „Die aktuellen Therapien sind jedoch teuer, haben Nebenwirkungen und der Erreger wird häufig gegen das Antibiotikum resistent“, erklärt Privatdozent Dr. Markus Gerhard. Er ist Projektleiter an der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der TU München. „Ein viel versprechender Ansatz ist hingegen eine Impfung gegen Heliobacter pylori.“ Obwohl bereits zahlreiche Impfstoffe getestet wurden, gibt es bisher jedoch noch keinen, der sich für die klinische Anwendung eignet. Im Rahmen des von der Deutschen Krebshilfe geförderten Projektes erforscht das Team um Gerhard nun einen innovativen Impfansatz gegen das Bakterium.
In früheren Studien haben die Wissenschaftler bereits ein zentrales Molekül identifiziert, das ein idealer Kandidat ist für eine wirkungsvolle Impfstrategie gegen Heliobacter pylori und somit gegen die Entstehung von Magenkrebs: Es handelt sich dabei um einen Eiweißstoff, den das Bakterium selbst produziert und ausscheidet. Dieses bakterielle Protein blockiert die menschliche Abwehrreaktion und verhindert so, dass das Immunsystem das Bakterium beseitigen kann. Mit Hilfe der neuen Impfung soll nun erreicht werden, dass die körpereigenen Antikörper das bakterielle Eiweiß ausschalten. Das Immunsystem ist so in der Lage, das Bakterium eigenständig zu zerstören. Die Impfung soll zukünftig sowohl vorbeugend als auch therapeutisch gegen Heliobacter pylori eingesetzt werden. „Unsere Arbeit wird dazu beitragen, neue Strategien zu entwickeln, um die Entstehung von Magenkrebs sowie von chronischen Entzündungen und Geschwüren zu verhindern“, erklärt Gerhard.
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Hart IV Urteil. Armen Kinder muss sofort geholfen werden
9.2.2010 von admin.
Der Sozialverband VdK Deutschland begrüßt das heutige Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Höhe der Hartz-IV-Regelsätze. “Jetzt gibt es einen klaren Auftrag an die Bundesregierung, die Regelleistungen transparent und sachgerecht bis zum 31. Dezember 2010 neu zu berechnen”, erklärte die VdK-Präsidentin Ulrike Mascher.”Wir fordern Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf, in den nächsten Wochen eine gesetzliche Regelung auf den Weg zu bringen, die bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder vorsieht. Kinder aus Hartz-IV-Familien dürfen nicht länger in ihren Entwicklungs- und Teilhabechancen gegenüber anderen Kindern benachteiligt werden”, sagte die VdK-Chefin. Denn jetzt würden bei ihnen die Weichen für das weitere Leben gestellt, die nachträglich nicht mehr korrigiert werden können.
“Bei der Förderung von Kindern spielt selbst ein halbes Jahr eine große Rolle”, betonte Mascher. Deshalb müsse bei besonderen Bedarfen von Kindern schnell Hilfe möglich sein. Hier habe das Gericht jetzt einen Rechtsanspruch eröffnet. “Fahrtkosten bei getrennt lebenden Eltern, Teilnahme an Klassenfahrten, Nachhilfestunden, das brauchen Kinder zum Beispiel, um nicht ausgegrenzt zu werden. Vom Hartz-IV-Regelsatz lassen sich dafür keine Rücklagen bilden. Das hat die Praxis gezeigt. Hier brauchen wir ganz schnell eine Verfahrensregelung”, betonte die VdK-Präsidentin.
Der VdK forderte zur Finanzierung höherer Hartz-IV-Leistungen die rasche Einführung einer Finanztransaktionssteuer und die Wiederbelebung der Vermögensteuer.
Mascher: “Die Gewährung, aber auch der Umfang des soziokulturellen Existenzminimums darf nicht an der angespannten Lage des Bundeshaushalts scheitern. Menschenwürde kann nicht unter Kostenvorbehalt stehen. Haushaltskonsolidierung darf nicht zu Lasten der Schwächsten gehen. Diese haben die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht verursacht. Sie dürfen jetzt nicht ihre Opfer werden.”
Mascher warnte auch vor der Fortsetzung der Missbrauchsdiskussion bei Hartz IV. Eine Studie der Bundesagentur für Arbeit habe ergeben, dass sich die Zahl der Missbrauchsfälle von 2008 auf 2009 lediglich um 0,1 Prozent von 1,8 auf 1,9 Prozent aller Hartz-IV-Leistungsempfänger erhöht hat. “Die 98,1 Prozent der Hartz-IV-Empfänger, die zu Recht diese Leistungen beziehen, haben es satt, als Sozialschmarotzer diffamiert zu werden. Damit muss Schluss sein”, betonte die VdK-Präsidentin. (Michael Pausder)
Musik klingt auch leise gut
8.2.2010 von dieJenny.
Gerade bei Jugendlichen nimmt die Zahl an Hörschäden erheblich zu. Der Grund: zu viel Lärm. Gerade durch den MP3-Player, laute Computerspiele oder auch die zu laute Musik im Zimmer ist das Gehör Jugendlicher enormem Stress ausgesetzt. Schätzungen zufolge leiden mittlerweile etwa 500.000 Jugendliche an Hörschäden.
Doch nicht alle empfinden es selbst auch so: Studien belegen, dass etwa die Hälfte derer, die sich als normalhörend bezeichnen, tatsächlich unter starken Beeinträchtigungen leiden. Gefährlich wird das auch für andere, denn bei etwa einem Drittel der Betroffenen treten auch Probleme beim sogenannten Richtungshören auf. Das bedeutet, dass beispielsweise im Straßenverkehr nicht mehr abgeschätzt werden kann, woher Geräusche wie Fahrradklingeln oder Sirenen ertönen, was zu Unfällen führt.
Auch für den Betroffenen ist dies Thema nichts, das man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Dauerhafte Ohrgeräusche sind nur eine von vielen Folgen. Wenn ein Piepen im Ohr auftaucht bei zu lauter Musik, sollte spätestens dann Abstand zum Lärm genommen werden. Verschwindet es nicht nach spätestens 24 Stunden, ist ein Arzt aufzusuchen.
Nicht umsonst arbeitet man an Regelungen über die Lautstärke von Kopfhörern. Die eigene Gesundheit sollte niemandem egal sein – und Musik klingt doch auch leise noch immer gut!
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Krebsvorsorge ist gar nicht schwer
2.1.2010 von admin.
Deutsche Krebshilfe gibt Tipps für gute Vorsätze zum Jahreswechsel
Bonn (ek) – Das Jahr 2009 geht dem Ende zu. Viele Menschen halten jetzt Rückblick, schauen aber auch nach vorne mit der Frage: Was kann ich im Neuen Jahr besser machen? Gute Vorsätze für das Jahr 2010, die sich in die Tat umsetzen lassen, sind gefragt. Gesundheitsförderung steht bei vielen Menschen auf der Liste der Vorsätze ganz oben. Die Deutsche Krebshilfe rät: Ernähren Sie sich gesund, rauchen Sie nicht und bewegen Sie sich viel – so können Sie Ihr Krebsrisiko deutlich senken.
Wer gesundheitsbewusst lebt, tut sich selbst einen großen Gefallen: Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit steigen und das Krankheitsrisiko sinkt. Innere Ausgeglichenheit ist der Lohn für die Anstrengung, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen. Die Deutsche Krebshilfe erinnert daher zum Jahreswechsel an die wichtigsten Tipps für einen gesunden Lebensstil: Sport, Nichtrauchen, gesunde Ernährung, UV-Schutz und Alkoholkonsum nur in geringen Mengen. Die Deutsche Krebshilfe rät zudem, sich bei seinem Arzt über das Angebot der Krebs-Früherkennungsuntersuchungen zu informieren und diese gegebenenfalls in Anspruch zu nehmen.
„Nutzen Sie im Alltag jede Chance, um sich gesund zu halten“, rät Professor Dr. Harald zur Hausen, der ab Januar 2010 das Präsidentenamt der Deutschen Krebshilfe übernimmt. „Seien Sie auch ein Vorbild für Kinder: Je früher gesundheitsbewusstes Verhalten gelernt wird, desto besser!“ Denn: Kinder lernen durch Nachahmung – durch positives und negatives Vorleben. Bewiesen ist beispielsweise, dass Kinder rauchender Eltern doppelt so häufig mit dem Rauchen beginnen wie Kinder aus rauchfreien Haushalten. Der Grundstein für Übergewicht wird ebenfalls in jungen Jahren gelegt.
Mit ihren kostenlosen Informationsmaterialien zu den Themen Krebs-Prävention und Gesunde Lebensweise unterstützt die Deutsche Krebshilfe interessierte Bürgerinnen und Bürger. Broschüren, Flyer und Filme auf DVD können schriftlich oder telefonisch bei der Geschäftsstelle in Bonn angefordert werden. Weitere Tipps gibt es auf der Webseite www.krebshilfe.de.
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Armut in Deutschland verfestigt sich. VdK befürchtet zunehmende Armut durch die Wirtschaftskrise
20.12.2009 von admin.
Der Sozialverband VdK bewertete die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Armutsgefährdung als “beunruhigend”.
“In Deutschland verfestigte sich die Armut von 2006 auf 2007 auf einem hohen Niveau von 15 Prozent der Bevölkerung - und das noch vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008″, erklärte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher am Freitag in Berlin. 12,4 Millionen Menschen sind nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes in Deutschland von Armut betroffen.
“Alarmierend” sei die wachsende Armutsgefährdung bei Alleinerziehenden, die auf 36 Prozent angestiegen ist. Mascher: “Diese Mütter und Väter brauchen jetzt Unterstützung und Hilfe, insbesondere eine deutliche Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze für Kinder.”
Bei Arbeitslosen kletterte die Armutsgefährdungsquote von 51 Prozent auf 56 Prozent und selbst bei Erwerbstätigen sind immer noch 7 Prozent von Armut betroffen. Angesichts der Wirtschaftskrise drohen für diese Personengruppen weitere Verschlechterungen, prognostizierte Mascher und warnte vor einer Ausweitung des Niedriglohnsektors.
Besorgniserregend sei auch die Tatsache, dass 18 Prozent der über 65-jährigen Frauen akut armutsgefährdet sind, erklärte die VdK-Präsidentin. Mascher wörtlich: “Die bevorstehenden Nullrunden 2010 und 2011 lassen insbesondere für Rentnerinnen in der Gesetzlichen Rentenversicherung keine rosige Zukunft erwarten. Die drohenden zusätzlichen einseitigen Belastungen für Arbeitnehmer und Rentner bei der Gesetzlichen Krankenversicherung werden das zur Verfügung stehende geringe Alterseinkommen noch weiter schmälern.” (Michael Pausder)
Pressemitteilung VDK