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Panoramaweg erhielt begehrtes Prädikat vom Deutschen Wanderverband

Millionen Deutsche wandern gerne. Dabei geht es nicht nur darum, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Die Schönheit der Landschaft, kulturelle Sehenswürdigkeiten und kulinarische Belohnungen entlang der Strecke tragen zu einer gelungenen Tour bei. Wanderwege, die diesen Ansprüchen gerecht werden, erhalten vom Deutschen Wanderverband das Prädikat “Qualitätsweg Wanderbares Deutschland”.

Sehenswürdigkeiten am Wegesrand

In diese ehrenvolle Liste wurde nun der 130 Kilometer lange Panoramaweg Taubertal aufgenommen. Zwischen Rothenburg ob der Tauber und Freudenberg am Main breitet sich das Liebliche Taubertal mit seinem ganz eigenen sanften Zauber aus. Wald, Wiesen und Kulturlandschaften wechseln sich harmonisch ab, zahlreiche Bildstöcke und Kirchen säumen den Weg. Für die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten sollten ein paar wanderfreie Extratage eingeplant werden. Sehenswert ist zum Beispiel das Renaissanceschloss in Weikersheim, das Deutschordensschloss in Bad Mergentheim oder das Kurmainzische Schloss in Tauberbischofsheim. Aber auch die Gamburg, das Kloster Bronnbach oder die Fachwerkstadt Wertheim liegen direkt am Weg. Unter www.liebliches-taubertal.de gibt es alle Informationen.

Edle Tropfen und kulinarische Spezialitäten

Für den genussorientierten Wanderer bietet der Panoramaweg noch mehr Schmankerl, denn hier treffen die Weinbaugebiete Baden, Württemberg und Franken aufeinander. Edle Tropfen und kulinarische Spezialitäten sind deshalb das Aushängeschild der Region. Eine neue Broschüre informiert über die Besonderheiten der drei Anbaugebiete und zeigt viele Möglichkeiten auf, sich diesem genussvollen Thema zu nähern. So können die Besucher “Wein & Schokolade” in Wertheim genießen, das Kloster Bronnbach und seine Vinothek entdecken oder “hoch auf dem gelben Wagen” in den Weinberg fahren. Eine kleine Übersichtskarte verweist auf die Weinorte, ein ergänzender Veranstaltungskalender gibt Auskunft zu den vielen Events. Der Prospekt “Wein - Kultur - Genuss” kann bei der Touristikgemeinschaft “Liebliches Taubertal” unter Telefon 09341-825806 angefordert werden. Unter www.weinland-taubertal.de finden sich weitere Informationen zum Thema Wein.(djd/pt)

Spritverbraucher im Winter. Dachbox „frisst“ zwei Liter auf 100 Kilometer. Tankrechnungen reduzieren mit den ADAC Tipps.

Wer mit einer Dachbox unterwegs ist und Annehmlichkeiten wie eine Sitzheizung oder heizbare Scheiben schätzt, zahlt beim Tanken deutlich drauf. Mit mehr als zweieinhalb Litern zusätzlichen Kraftstoff pro 100 Kilometer müssen Autofahrer dann insgesamt rechnen. Welcher Komfort im Winter wie viel Kraftstoff verbraucht, und wie die Tankrechnung auch wieder reduziert werden kann, hat der ADAC in einem Praxistest berechnet.

Die Dachbox ist der größte zusätzliche Spritverbraucher: Allein durch sie steigt der Kraftstoffbedarf bei 130 km/h um rund zwei Liter pro 100 Kilometer. Sitzheizung, Front- und Heckscheibenheizung sowie ein beheizbares Lenkrad verbrauchen rund einen Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Wer länger als nötig die Nebelscheinwerfer und Nebel-Schlussleuchten eingeschaltet hat, braucht für 100 Kilometer zusätzliche 0,2 Liter. Auch das Gepäck schluckt Kraftstoff. Pro 100 Kilogramm werden bis zu 0,3 Liter mehr Sprit auf 100 Kilometer benötigt.

Wer sparsam fahren will, sollte vorausschauend und mit hohem Gang fahren. Durch spätes Hochschalten steigt der Spritverbrauch um bis zu 30 Prozent. Ein Fahrzeug, das bei 50 km/h im fünften Gang rund vier Liter auf 100 Kilometer verbraucht, schluckt im dritten Gang etwa einen Liter mehr. Das entspricht einer Steigerung von rund 24 Prozent. Auch der Reifendruck sollte so hoch sein, wie es der Hersteller empfiehlt, sonst steigt der Kraftstoffverbrauch an. Moderne Technologie vermindert Spritkosten: mit einer Start-Stopp Automatik in der Stadt bis zu zehn Prozent.

Der ADAC rät, eine Dachbox nur zu montieren, wenn sie unverzichtbar ist. Auch das sogenannte Warmlaufenlassen treibt die Tankrechnung hoch. Wer beim Eiskratzen den Motor bei einem Mittelklassefahrzeug etwa vier Minuten laufen lässt, muss dafür rund 20 Cent bezahlen. Diese Unsitte ist ohnehin verboten und wird mit zehn Euro Bußgeld geahndet. Außerdem belastet dies die Umwelt durch Abgase und verschleißt den Motor. Technisch ist es sinnlos, denn der Motor erreicht in dieser Zeit nicht einmal annähernd seine Betriebstemperatur.

Kindergeld: Bei volljährigen Kindern ab 2012 keine Einkommensprüfung mehr

Neustadt a. d. W. (ots) - Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) informiert:

Gerade bei Kindergeld für volljährige Kinder in Ausbildung sorgte die Einkommensgrenze von 8.004 EUR dafür, dass einige Eltern das Kindergeld nicht erhielten. Damit ist ab 2012 Schluss, da die Finanzämter die Einkünfte und Bezüge des Kindes nicht mehr prüfen. “Damit ist eine deutliche Steuervereinfachung eingetreten”, so Jörg Strötzel, Vorsitzender der VLH.

Ab 2012 erhalten Eltern für Kinder unter 25 Jahren nun immer Kindergeld, wenn sich das Kind in der ersten Berufsausbildung (Erststudium oder der Erstausbildung) befindet. Während einer zweiten Ausbildung (z. B. Technikerschule oder FH-Studium nach abgeschlossener Lehre) wird Kindergeld bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres auch noch gezahlt, wenn das Kind

- keiner Erwerbstätigkeit nachgeht,
- nur eine Erwerbstätigkeit von maximal 20 Wochenstunden ausübt,
- die Zweitausbildung im Rahmen eines Ausbildungsdienstverhältnisses
absolviert,
- allenfalls eine geringfügige Beschäftigung als Minijobber hat, oder
- lediglich eine kurzfristige Beschäftigung z. B. im Rahmen eines
Aushilfsjobs ausübt.

Ebenfalls entfällt die Einkommensprüfung bei Kindern, welche

- eine Übergangszeit von höchstens 4 Monaten zwischen zwei
Ausbildungsabschnitten oder zwischen einem Ausbildungsabschnitt und
einem freiwilligen Dienst durchlaufen
- und umgekehrt,
- eine Wartezeit überbrücken, in der sie eine Berufsausbildung
mangels Ausbildungsplatz nicht beginnen oder fortsetzen können und
- einen freiwilligen Dienst leisten.

Mehr Fahr- und Fluggäste im öffentlichen Personenverkehr 2011

Der öffentliche Personenverkehr in Deutschland ist im Jahr 2011 weiter gewachsen: Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr mit Bussen und Bahnen um 0,4 % und die Fluggastzahlen im Luftverkehr um 5,3 % gegenüber dem Jahr 2010.

Im Einzelnen stellt sich die Entwicklung des öffentlichen Personenverkehrs 2011 wie folgt dar:

Im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen wurden von den Fahrgästen voraussichtlich rund 10,8 Milliarden Fahrten im Linienverkehr unternommen, das waren 0,4 % mehr als im Jahr 2010. Dabei wuchs insbesondere der Nahverkehr auf Schienen: Bei den Eisenbahnen (einschließlich S-Bahnen) stiegen die Fahrgastzahlen 2011 um 1,8 % an. Die Straßenbahnen (einschließlich Stadtbahnen, U-Bahnen und Schwebebahnen) legten um 1,2 % zu. Im Busverkehr gab es nur geringe Zunahmen an Fahrgästen (+ 0,2 %).

Im Fernverkehr mit Eisenbahnen gingen die Fahrgastzahlen leicht zurück: Fernreisende unternahmen 125 Millionen Fahrten, das waren 0,6 % weniger als im Jahr 2010. Die Beförderungsleistung im Eisenbahnfernverkehr sank um 1,6 % auf 35,5 Milliarden Personenkilometer. Im Linienfernverkehr mit Omnibussen stiegen sowohl die Fahrgastzahlen (2,3 Millionen Reisende) als auch die Beförderungsleistungen um jeweils rund 8 %.

In der Luftfahrt erreichte die Zahl der Passagiere auf deutschen Flughäfen 2011 mit 176 Millionen Fluggästen einen neuen Jahreshöchstwert. Gegenüber 2010 war das ein Wachstum von 5,3 %. Die Zunahme ging dabei vor allem auf die Entwicklung in der Auslandsluftfahrt zurück. Hier stieg die Zahl der Fluggäste um 5,9 % auf 151 Millionen Passagiere; dagegen wuchs das Inlandsaufkommen (24 Millionen Fluggäste) lediglich um 1,4 %.

Wer regelmäßig Sport treibt, muss auf seine Mineralstoffversorgung achten

Zeigt das Thermometer frühlingshafte Temperaturen, zieht es die Menschen ins Freie. Der Beginn der Outdoorsaison setzt neue Energien frei und steigert den Bewegungsdrang. Doch mit dem Aktivitätslevel steigt möglicherweise auch der Mineralstoffbedarf. Flotte Joggingrunden und schnelle Tennismatches aktivieren den Stoffwechsel und bringen die Schweißproduktion in Schwung. Wer sich regelmäßig richtig auspowert, muss damit rechnen, dass er beim Sport nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Mineralstoffe verliert. So wird beispielsweise Magnesium durch die erhöhte Muskelaktivität verbraucht und zugleich durch Schwitzen verstärkt ausgeschieden.

Verletzungsgefahr steigt

Ein intensives sportliches Training kann so leicht zu einer Unterversorgung führen, die sich durch eine Übererregbarkeit von Nerven und Muskeln äußert. Dabei können vermehrt Muskelzuckungen und andere Probleme - in Ruhe und bei Belastung - auftreten. Die Anfälligkeit für Verspannungen und Zerrungen steigt. Unter www.diasporal.de zum Beispiel gibt es nähere Informationen und einen Magnesium-Ratgeber zum Download. Um die Muskelfunktion und Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten und Krämpfen vorzubeugen, wird allen Aktiven empfohlen, den entstandenen Magnesium- und Flüssigkeitsverlust regelmäßig nach jeder sportlichen Betätigung möglichst schnell auszugleichen, beispielsweise durch Magnesium-Diasporal 400 Extra. Das hochdosierte Trinkgranulat enthält reines Magnesiumcitrat, wie es auch als Baustein im Körper vorkommt. Es ist gut verträglich und schnell aktiv.

Mit Magnesium regenerieren

Die Einnahme von Magnesium wird vor allem in der Regenerationsphase empfohlen. Die tägliche Magnesiumzufuhr eines Erwachsenen sollte abhängig von Alter und Geschlecht (und sportlicher Belastung) nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung 300 bis 400 Milligramm betragen. Überdosierungen sind kaum möglich, da überschüssiges Magnesium bei intakter Nierenfunktion mit dem Urin ausgeschieden wird.(djd/pt)

Verringerung alkoholbedingter Autounfälle - Bestätigung der Präventionsarbeit

Statistisches Bundesamt bestätigt rückläufigen Trend der Unfallzahlen. Deutscher Brauer-Bund kündigt auf Internationaler Grüner Woche 2012 neue Aktionen zur Kampagne “Don’t drink and drive” (DDAD) - Wer fährt bleibt nüchtern” an.

„Die Auswertung der Straßenverkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamtes ergibt einen erfreulichen Rückgang der alkoholbedingten Unfälle: ihr Anteil an allen Unfällen hat sich seit 1995 weit mehr als halbiert und beträgt nur noch 1,6 %“. Das erklärt Rechtsanwalt Peter Hahn, Hauptgeschäfts-führer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), anlässlich der Internationalen Grü-nen Woche 2012 in Berlin. Er weist darauf hin, dass Alkoholunfälle mit Perso-nenschaden als Unfallursache an siebter Stelle weit hinter unangepasster Geschwindigkeit und Fehlern beim Abbiegen liegen. Damit habe das Präventions-engagement der deutschen Brauer und der gesamten Alkoholindustrie gegen Alkohol am Steuer mit zu dem Erfolg beigetragen, die Unfallzahlen zu verringern.
Er kündigt an, die Aufklärungsarbeit zu intensivieren und die Kampagne „DON´T DRINK AND DRIVE“ (DDAD) im Rahmen der „European Road Safety Charter“ fortzusetzen. Zu den Maßnahmen, die innerhalb dieser Verpflichtung durchge-führt werden, gehören u.a. neben der bundesweiten Plakatkampagne die „Party Patrol“, die ab dem Frühjahr diesmal mit Schwerpunkt in Baden-Württemberg wieder im Einsatz sein wird. Bei den Einsätzen der „Party Patrol“ werden junge Fahrer in und vor Diskotheken von gleichaltrigen Promotern ohne erhobenen Zeigefinger für dieses Thema sensibilisiert. Die jungen Promoter sind im Rahmen des Peergroup-Ansatzes unterwegs, um auf Augenhöhe und am Ort des Geschehens mit den jungen Fahrern über das Thema Alkohol am Steuer zu sprechen und eine klare Botschaft zu verbreiten: „Wer fährt, bleibt nüchtern!“. Wir nutzen jede Gelegenheit, um hierauf hinzuweisen.
Hintergründe:
Die Kampagne „DON`T DRINK AN DRIVE“ besteht seit 1993 und ist somit die älteste fortlaufende Verkehrssicherheitskampagne Deutschlands. Sie richtet sich vor allem an junge männliche Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren, da diese laut Unfallstatistik über-proportional häufig an Alkoholunfällen beteiligt sind. Durch den Einsatz eines InfoMobils mit elektronischem Fahrsimulator konnten bereits mehrere hunderttausend junge Fahrer wertvolle Erfahrungen zu den Gefahren von Alkohol am Steuer sammeln, ohne sich oder andere im Straßenverkehr zu gefährden. Seit August 2007 ist der Internetauftritt der Kampagne mit Web 2.0-Elementen online. Seit November 2007 wurde auf den Einsatz der „DDAD-Party Patrol“ umgestellt, die im letzten Jahr im Schwerpunkt-Bundesland Hessen unter der Schirmherrschaft des hessischen Innenministers unterwegs war.
Mit der Party Patrol konnten bisher mehrere zehntausend junge Fahrer und ihre Beifahrer erreicht werden. Die Botschaft von „DON`T DRINK AND DRIVE“ ist einfach: Wer fährt, bleibt nüchtern und bringt die Freunde sicher nach Hause!
Die wichtigsten Bestandteile der Kampagne sind ein Internet-Portal (www.ddad.de), Plakate für die Gastronomie, Event-Einsätze der „Party Patrol“ sowie interne Maßnahmen wie z. B. Fahrsicherheitstrainings und Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Berücksichtigung des Themas Alkohol im Straßenverkehr.
Die „European Road Safety Charter“ ist mehr als nur ein politisches Dokument: Sie ist eine Aufforderung an alle gesellschaftlichen Gruppierungen, einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit in Europa zu leisten. Dieser Aufforderung sind die deutschen Brauer mit ihren Partnern gerne nachgekommen, da die Förderung eines verantwortungsvollen Konsums im Vordergrund ihrer Bemühungen steht. Verantwortung im Straßenverkehr bedeutet, als Fahrer konsequent auf den Genuss alkoholhaltiger Getränke zu verzichten, um weder sich selbst noch andere in Gefahr zu bringen. www.erscharter.eu.

Braunkohle-Ausstieg bringt Klimaschutz und Wertschöpfung nach Brandenburg

Greenpeace-Studie belegt Potenzial von Wind, Sonne und Wasserkraft.
Von einem Ausstieg aus klimaschädlicher Braunkohle mit gleichzeitigem verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien würde Brandenburg enorm profitieren. Die Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien könnte sich im Jahr 2030 auf 1,25 Milliarden Euro verdoppeln. Dies ist das Ergebnis der Studie „Wertschöpfung und Beschäftigung durch Erneuerbare Energien in Brandenburg“, die das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag von Greenpeace erstellt hat. Gleichzeitig würde die Stilllegung der Braunkohlekraftwerke rund 60 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen. „Ministerpräsident Platzeck verhindert wirtschaftlichen Aufschwung und Klimaschutz in Brandenburg, wenn er am Klimakiller Braunkohle festhält“, sagt Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters. „Nur mit einem Ausstieg aus der Braunkohle können sich die Erneuerbaren Energien voll entfalten. Dies brächte neue Arbeitsplätze und höhere Einnahmen nach Brandenburg.“

Die Landesregierung unter Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) setzt in ihrem aktuellen Entwurf der Energiestrategie 2030 weiter auf Braunkohle. Sie verfehlt dadurch die im Jahr 2008 von der damaligen Regierung festgelegten Klimaziele. Greenpeace fordert Platzeck auf, die Chancen der Energiewende ohne Braunkohle zu nutzen und in der Energiestrategie für Brandenburg umzusetzen.

Land und Kommunen profitieren von erhöhter Wertschöpfung

Laut IÖW-Studie könnte die Beschäftigung im Bereich Erneuerbare Energien von heute 11.500 Arbeitsplätzen auf 19.200 Beschäftigte im Jahr 2030 ansteigen. Zum Vergleich: Die Landesregierung geht in ihrem Entwurf der Energiestrategie 2030 von weniger als 6000 Beschäftigten bei der Braunkohle aus. Die Kommunen im Land könnten von verdoppelten Steuereinnahmen, Einkommen und Unternehmensgewinnen profitieren. Allein die Steuereinnahmen könnten im Jahr 2030 auf 190 Millionen Euro anwachsen. Aus der Braunkohle erwartet die Regierung lediglich 25 Millionen Euro Einnahmen.

Das IÖW geht davon aus, dass sich die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ohne Braunkohle bis zum Jahr 2030 mehr als verdreifacht. Damit könnte Brandenburg seinen Strombedarf zu 270 Prozent decken. Auch bei vollständiger Eigenversorgung könnte das Land erhebliche Strommengen exportieren. „Unsere Berechnungen zeigen, dass es für Brandenburg sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist, den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit voller Kraft zu forcieren“, sagt Dr. Julika Weiß vom IÖW.

Greenpeace fordert von der Landesregierung, den geplanten Kraftwerksneubau am Standort Jänschwalde zu verhindern. Die laufenden Planverfahren für neue Braunkohle-Tagebaue in Welzow-Süd und Jänschwalde-Nord müssen eingestellt werden. Brandenburg muss bis zum Jahr 2030 aus der Braunkohle aussteigen.

Die Arbeit - mein Leben

Umfrage: Für knapp jeden dritten Berufstätigen in Deutschland steht der Job an erster Stelle

Arbeiten um zu leben oder leben um zu arbeiten? Beide Einstellungen sind laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der „Apotheken Umschau“ unter Berufstätigen in Deutschland verbreitet. Demnach ist für 31,6 Prozent Berufstätigen ihre Arbeit der wichtigste Lebensinhalt. Doch diese Haltung kann sich im Laufe des Arbeitslebens wandeln. In der Untersuchung erklärt auch mehr als jeder dritte (37,9 Prozent) befragte Berufstätige, dass es für ihn zwar früher „rund um die Uhr“ nur seine Arbeit gegeben habe, das habe man jedoch inzwischen geändert (bei den 50- bis 69-Jährigen sagen das sogar 49,3 Prozent). Ein Grund für diesen Einstellungswandel könnte die mangelnde Anerkennung von so viel Einsatz sein: Ein Drittel (34,6 Prozent) der befragten Berufstätigen gibt nämlich an, trotz des hohen Arbeitseinsatzes oft das Gefühl zu haben, dass seine Leistungen nicht anerkannt würden.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.036 Personen ab 14 Jahren, darunter 1.092 Berufstätige.

VIER PFOTEN Protestaktion bei Ion Tiriacs Promi-Treibjagd in Rumänien

„Stop killing, play tennis!“
Balc, Rumänien - 21. Januar 2012: Aktivisten von VIER PFOTEN haben am Samstag symbolisch die jährliche VIP-Feudal-Treibjagd des Geschäftstycons Ion Tiriac blockiert. 20 Tierschützer aus Österreich, Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland und Rumänien spielten vor dem Eingang des Jagdgeländes Tennis. Mit der Protestaktion forderten sie die Jagdgäste auf, die Gewehre gegen Tennisschläger einzutauschen, anstatt zum Spaß Tiere zu töten.

Die Aktivisten entrollten ein sechs Meter langes Banner mit der Botschaft: „Stop killing, play tennis“. Mit der Aktion fordert VIER PFOTEN die Jagdgäste auf, mit den Aktivisten Tennis zu spielen anstatt Tiere zu töten. Der Protest richtet sich vor allem an die Adresse des früheren Tennis-Stars Ion Tiriac, der diese Feudal-Treibjagd in einem umzäunten Gatter in Nähe des rumänischen Balc seit 2005 organisiert. Im Zuge dieser Treibjagden wurden bisher mindestens 1400 Wildschweine getötet.

“Wir wollen die feudale Jagdgesellschaft in Balc darauf hinweisen, dass Töten zum Spaß im 21. Jahrhundert völlig inakzeptabel ist. Als ehemaliger Spitzensportler weiß Herr Tiriac, dass Fairplay für sportliche Leistungen essentiell ist. Die Jagd in Balc findet auf eingezäuntem Gelände statt. Die Tiere haben keine Möglichkeit zu entkommen und sind chancenlos dem Abschuss ausgeliefert. Mit ‚Fairplay’ hat Gatterjagd gar nichts zu tun. Wir fordern daher ein generelles Verbot dieses grausigen ‚Vergnügens’ in Rumänien“, betonte Dr. Martina Stephany, Kampagnenmitarbeiterin von VIER PFOTEN Deutschland, bei der Aktion.

An der Treibjagd nehmen üblicherweise etliche prominente Gäste teil: Wolfgang Porsche, Klaus Mangold (DaimlerChrysler), Franz Rauch, der frühere Tennis Spieler Boris Becker, Elan Schwartzenberger, George Marsan (Bürgermeister von Monte Carlo), Erich Hampel (Geschäftsführer von Unicredit Bank Austria), Alfred Baumhauer (Cartier), Siegfried Wolf (Autozulieferer Magna Europa), Rudolf Streicher (österreichischer Verkehrsminister a.d.), Inigo Herrera. Außerdem gesellten sich frühere rumänische Politiker zur Jagdgesellschaft.

“Wir befürchten, dass viele Tiere wegen Fehlschüssen einen langsamen und qualvollen Tod erleiden. Die Jagd von Balc missachtet alle ethischen und tierschützerischen Grundsätze und lässt sich daher nur als grausames Gemetzel bezeichnen. Wir fordern Herrn Tiriac und seine Jagdgesellschaft auf, Geschäftstreffen in Zukunft in einem ethisch akzeptablem und gewaltfreiem Rahmen abzuhalten! Wir empfehlen Herrn Tiriac Tennis-Unterricht zu geben, anstatt alljährlich ein sinnloses Blutvergießen anzurichten”, sagte Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei VIER PFOTEN.

VIER PFOTEN setzt sich dafür ein, dass alle Lebewesen mit Verantwortungsbewusstsein und Respekt behandelt werden und ein Leben in Würde und entsprechend ihrer Bedürfnisse führen können. Daher hat VIER PFOTEN Ion Tiriac eindringlich aufgefordert, das Töten sofort zu beenden. Die Stiftung für Tierschutz fordert außerdem den rumänischen Minister für Umwelt und Forstwirtschaft auf, die Gatterjagd generell zu verbieten.

NRW kündigt Studien über den Antibiotika-Einsatz bei Puten und Schweinen an

Die NRW-Landesregierung hat erneut politische Konsequenzen aus dem massiven Einsatz von Antibiotika in der Tiermast gefordert. „Wir haben ein massives Antibiotika-Problem in Großmastanlagen“, sagte der nordrhein-westfälische Verbraucherschutz- und Agrarminister Johannes Remmel zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin. Dies sei nicht nur das Ergebnis der bundesweit ersten Studie zum Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast, die NRW im November präsentiert hat. Auch Untersuchungen des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) und des BUND zeigen, dass die Belastung mit multiresistenten Keimen auf Lebensmittel keine Ausnahmen sind. „Wir brauchen eine durchgängige Transparenz der Handelswege vom Hersteller bis zur Anwendung im Tierstall“, so Remmel. Neben dieser Transparenz müsse es zudem einen konkreten Fahrplan geben, wie der Antibiotika- Einsatz innerhalb weniger Jahren deutlich gesenkt wird.
Remmel: „Dafür brauchen wir ein Bündel von Maßnahmen aus Transparenz, klaren Minimierungszielen und gesetzlichen Regeln. Ich fordere Bundesministerin Aigner daher auf, endlich ihre Klientelpolitik zugunsten der Geflügelwirtschaft aufzugeben.“ Zudem kündigte Minister Remmel Studien über die Behandlungen von Puten und Schweinen mit Antibiotika an.

Die Bundesländer haben gestern (18. Januar) gemeinsam Bundesministerin Aigner aufgefordert, gemeinsam ein verbindliches nationales Konzept zur Minimierung des Antibiotika-Einsatzes zu erstellen. Darüber hinaus setzte sich NRW mit weiteren Forderungen durch:
1. Änderung des Arzneimittelgesetzes und der DIMDI-Verordnung mit dem Ziel der vollständigen Transparenz der Vertriebswege von Tierarzneimitteln bis hin zur einzelnen tierärztlichen Hausapotheke.

2. Entwicklung eines bundeseinheitlichen datenbankgestützten Systems zur Erfassung des Antibiotika-Einsatzes in den Betrieben.

3. Rechtliche Verbindlichkeit der geltenden Leitlinien für den Einsatz von Antibiotika schaffen.

4. Festlegung von Antibiotika, deren Anwendung alleine der
Humanmedizin vorbehalten sind.

5. Überprüfung des Dispensierrechts, das Tierärzten das Recht gibt, Arzneimittel an Tierhalter zu verkaufen.

6. Verbindliche Verankerung von Indikatoren (z.B. Therapiehäufigkeit) zur Einschätzung des Antibiotika-Einsatzes.

7. Verpflichtung der Tierhalter, im Rahmen wirksamer Eigenkontrollsysteme, bei hohem Antibiotika-Einsatz eigenverantwortlich mit einem Tierarzt ein Konzept zur Verbesserung der Tiergesundheit zu erstellen und dieses Konzept der zuständigen Kontrollbehörde auf Anforderung vorzulegen.

„Frau Aigner hat die NRW-Forderungen jetzt schwarz auf weiß – und von allen Bundesländern. Sie muss jetzt endlich handeln, statt immer nur anzukündigen“, sagte Remmel. Am 15. November hat NRW als erstes Bundesland eine umfangreiche und vollständige Studie zum Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast vorgelegt. Das NRW-Verbraucherministerium hatte im Zeitraum Februar bis Juni 2011 insgesamt 962 Hähnchenmastzuchtdurchgänge aus 182 Beständen in NRW auf den Einsatz von antimikrobiellen Substanzen untersucht. Insgesamt wurden 96,4 Prozent der Tiere aus den untersuchten NRW-Betrieben mit Antibiotika behandelt;, lediglich bei weniger als 4 Prozent der Masthähnchen kam kein Wirkstoff zum Einsatz. Die antibiotikafreie Hähnchenmast ist demnach nur noch die Ausnahme.
Remmel: „Jahrelang ist von der Geflügelwirtschaft und der Bundesregierung aus Union und FDP immer wieder versichert worden, dass der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast nur die Ausnahme sei. Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Antibiotika-Einsatz ist die Regel und gängige Praxis. Das wird sich auch nach den jüngsten Ankündigungen von Ministerin Aigner leider nicht ändern.“

NRW hat als Konsequenz aus der Antibiotika-Studie als erstes Bundesland eine Datenbank zum Einsatz von antimikrobiellen Substanzen in der Hähnchenmast gestartet. Tierärzte und Landwirte sollen hier Daten eingeben, wann und wie viele Antibiotika eingesetzt werden. Zudem hat NRW einen umfangreichen Forderungs- und Maßnahmenkatalog vorgestellt:

1. Nationaler Antibiotika-Reduktionsplan:
Die Bundesregierung wird aufgefordert, einen Nationalen Antibiotika-Plan mit festen Reduzierungszielen für den Einsatz von antimikrobiellen Substanzen vorzulegen. Dazu muss neben einer verbindlichen Vereinbarung mit der Geflügelwirtschaft auf einem Antibiotika-Gipfel auch ein Anreiz-System für die Landwirtschaft geschaffen werden, auf den Einsatz von Antibiotika zu verzichten.

2. Transparenz statt Verschleierung
Die Bundesländer brauchen Daten, um handeln zu können und Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Bundesregierung muss deshalb das Arzneimittelgesetz (AMG) und die entsprechende DIMDI-Arzneimittelverordnung ändern. Nur durch diese Änderung können Daten über die Abgabe von Antibiotika und anderen Stoffen mit pharmakologischer Wirkung durch die Arzneimittelhersteller und Großhändler an die einzelnen Tierarztpraxen den Ländern zur Verfügung stehen. Die jetzt angekündigte Änderung des AMG werden nicht dazu beitragen, die gewünschte Transparenz bei den Antibiotika-Strömen zu erreichen.

3. Verbindlichkeit von Leitlinien
Die NRW-Landesregierung fordert zudem die Leitlinien, mit denen der Stand der veterinärmedizinischen Wissenschaft beschrieben wird, rechtlich verbindlich zu verankern. Die Bundesregierung muss daher endlich den Entwurf einer Änderung der tierärztlichen Hausapothekenverordnung vorlegen, der die rechtlich eindeutige Verbindlichkeit vorsieht.

4. Risikoorientierte Überwachung
Die Erkenntnisse, die im Rahmen der NRW-Studie gewonnen wurden, müssen Eingang in die Risikobewertung und in die Betriebsüberwachung finden. Dabei soll das weitere Vorgehen eng mit den Überwachungsbehörden aus den Kreisen und kreisfreien Städten – aber auch Länder übergreifend – abgestimmt werden.

5. Schärfere Kontrollen in NRW
Das NRW-Verbraucherschutzministerium wird künftig die Antibiotikaanwendung im Rahmen der Ausstellung der Gesundheitsbescheinigung regelmäßig von den dafür zuständigen Amtstierärzten in den Kreisen und kreisfreien Städten überprüfen lassen. Insbesondere ist dabei die Einhaltung der vorgeschriebenen Anwendungszeiträume bei Antibiotika zu überprüfen. Gibt es Indizien für Verstöße, müssen die Amtstierärzte diesen konsequent nachgehen und nötigenfalls Bußgeldverfahren einleiten. Bei strafrechtlicher Relevanz des Verstoßes wird der Vorgang der Staatsanwaltschaft übergeben.

6. Stärkere Überprüfungen des Antibiotika-Einsatzes
Im Rahmen des risikoorientierten Ansatzes ist dabei auch der Arzneimitteleinsatz ausgehend von den tierärztlichen Hausapotheken und in den landwirtschaftlichen Betrieben durch die zuständigen Behörden verstärkt auf Plausibilität zu prüfen.

7. Tierschutz muss gestärkt werden
Neben der arzneimittelrechtlichen Würdigung muss auch der tierschutzrechtliche Aspekt in der Gesamtbewertung des Einsatzes von Antibiotika in der Hähnchenmast Berücksichtigung finden. Ergänzend zu den bisherigen Daten soll daher das LANUV die tierschutzfachlichen Kriterien durch eine gesonderte Abfrage bei den Kreisordnungsbehörden erfassen.

8. Prüfung neuer Lebensmittelkennzeichnungen
NRW prüft derzeit auch, ob ein Anreizsystem für die Betriebe geschaffen werden kann, weniger Antibiotika einzusetzen. In diesem Zusammenhang soll zudem geprüft werden, inwieweit eine Lebensmittelkennzeichnung „Mit/Ohne Antibiotika-Behandlung“ als Qualitätsmerkmal auf alle gehaltenen Tiere ausgeweitet werden kann, die ohne Antibiotika-Einsatz behandelt wurden.

9. Schutz der Umwelt vor Bioaerosolen
Es steht fest, dass Hähnchenmastanlagen Bioaerosole (d.h. Bakterien, Viren, Pilze etc.) emittieren. In welchem Umfang von Hähnchenmastanlagen auch multiresistente Keime in die Umgebung emittiert werden, soll Gegenstand weiterer Untersuchungen durch das LANUV werden, aus der ggf. auch eine Bundesratsinitiative hervorgehen kann.

Als weitere Reaktion auf den massiven Medikamenten-Einsatz sagte Minister Remmel auf der Grünen Woche, NRW werde weitere Studien über die Behandlungen von Puten und Schweinen mit Antibitioka erstellen. „Wenn es nur noch mit Antibiotika geht, dann ist für mich klar: Diese Art von Massentierhaltung wird aus rechtlicher und ethischer Sicht keinen Bestand haben können!“, betonte Remmel.

Link zur Antibiotika-Studie des Landes NRW (November 2011):
www.antibiotikastudie.nrw.de