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- 27.8.2010: Sozialverband VdK warnt vor weiterem Anstieg der Armut
- 25.6.2010: Sie nannten ihn Frankie
- 26.5.2010: Regen, mein Segen.
- 12.5.2010: Die Serie Deines Lebens
- 4.3.2010: Jugendliche im Umgang mit dem Alkohol
- 26.2.2010: Schneller Rauchfrei
- 9.2.2010: Neuer Impstoff gegen Magenkrebs
- 9.2.2010: Hart IV Urteil. Armen Kinder muss sofort geholfen werden
- 8.2.2010: Musik klingt auch leise gut
- 2.1.2010: Krebsvorsorge ist gar nicht schwer
Wissenswertes
Die Serie Deines Lebens
Im Fernsehen der heutigen Zeit scheint die größte Komponente das Serielle zu bilden. Wir schauen auf die Mattscheibe und lassen uns berauschen vom gespielten Leben anderer Menschen, sehen meist klassische Geschichten über Liebe, Krisen und das ganz “normale Leben”. Und obwohl es scheint, als sehen wir den gleichen Zusammenhang, die gleiche Basis immer wieder, nur mit anderen Protagonisten, schalten wir jeden Tag wieder ein. Um 19.45 Uhr auf RT oder auch zu jeder anderen Zeit. Wir fiebern mit Charakteren mit, die uns nahe scheinen, dseren Gefühle uns vertraut scheinen, deren Leben wir mit unserem vergleichen können. Ist es nicht verwunderlich, dass wir uns auf das “Leben”, oder besser gesagt die erfundene Geschichte anderer stürzen und so “abhängig” von deren Leben werden, dass es wichtiger scheint, um 19.45 Uhr den Fernseher anzuschalten, als während dessen unser eigenes Leben in Gang zu bringen?
Der Trend wird noch extremer: An den Nachmittagen hat es sich offenbar durchgesetzt, Realitysoaps und ähnliches zu zeigen. Wir sehen tatsächlich in das Leben anderer - oder glauben dies zumindest. Während das eigene Kind im Hintergrund schreit, hat die Mutter keine Zeit, sich darum zu kümmern, weil sie mit dem baby irgendeiner Mutter in Castrop-Rauxel beschäftigt ist und der erbärmlichen Figur zusieht, wie sie ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt. Befriedigung beim Rezipienten, während er selbst erbärmlich auf den Bildschirm starrt, sein eigenes Leben ausblendet und sich an den Katastrophen anderer erfreut, nicht merkend, dass seine eigenen mindestens genau so schlimm sind. Wie kann es sein, dass die Befriediung eines großen Teils der Gesellschaft eher aus der Betrachtung des Lebens anderer rührt, als aus der Meisterung des eigenen? Vor der Mattscheibe stillgelegt und in die “Realität” anderer entflohen, die nicht besser ist, als die eigene, wird das eigene selbstverbaute Leben vernachlässigt.