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- 27.8.2010: Sozialverband VdK warnt vor weiterem Anstieg der Armut
- 25.6.2010: Sie nannten ihn Frankie
- 26.5.2010: Regen, mein Segen.
- 12.5.2010: Die Serie Deines Lebens
- 4.3.2010: Jugendliche im Umgang mit dem Alkohol
- 26.2.2010: Schneller Rauchfrei
- 9.2.2010: Neuer Impstoff gegen Magenkrebs
- 9.2.2010: Hart IV Urteil. Armen Kinder muss sofort geholfen werden
- 8.2.2010: Musik klingt auch leise gut
- 2.1.2010: Krebsvorsorge ist gar nicht schwer
Wissenswertes
Archiv der Kategorie Jugend
Sie nannten ihn Frankie
25.6.2010 von dieJenny.
Wir liegen auf der Wiese. Urlaubsfeeling. Ausgelassene Stimmung, die Gespräche von Sonnenschein und guter Laune durchzogen. Auf dem Grill das Fleisch, in der Hand das Bier. Um uns herum alles zwischen 20 und 25 Jahren. Er nicht. Und trotzdem ist er hier, jeden Tag vielleicht. Wenn ich hier bin, sehe ich ihn immer, ihn und seine Tasche, die er behutsam mit PET-Flaschen füllt. Wirkt kek, der Junge, und kein bisschen ängstlich oder eingeschüchtert zwischen den ganzen trinkenden Studenten und sonstigen jungen Erwachsenen, die im Schnitt sicher 8 Jahre älter sind als er. They call him Frankie. Frankie hab ich noch nie mit Gleichaltrigen gesehen, immer allein, immer auf den Wiesen, immer mit den Pfandflaschen und einem kessen Spruch auf Lager. Mit abgewetzten Klamotten und einer Kappi im Bundeswehrstyle wegen der Sonne. Der kommt definitiv besser an bei den Horden als die alte Zigeunerin mit ihrem Trolli und dem einzigen deutschen Satz, den sie kann: “Du Flasche selber, oder?”, oder dem alten Opa, der erst garnicht fragt und sich einfach der leeren Flaschen bedient. Da hat Frankie die Sympathiepunkte sicher in seinen jungen Jahren, mit 14(???) unter Dauerfeiernden.
Ich seh ihn wieder, und das nicht auf der Wiese. In meiner Stadt ist eine, nennen wir es Riesenparty, zu der jeder geht. Vorher, den gesamten Tag lang, trifft sich die “junge Szene” auf einer Wiese. Wie sollte es sein mit Grill und Bier. Da darf auch Frankie nicht fehlen. Und diesmal ist er noch besser ausgestattet. “Passt ihr mal kurz auf meinen Einkaufswagen auf, während ich weiter sammle und guckt, dass sich der Opa daran nicht bedient?” “Na klar”, für Frankie doch gern. Da kann man nur staunen. der Wagen ist voll, sicher genug Pfand für neue Kleidung…aber Frankie trägt noch immer die gleiche abgewetzte Kleidung. Der alte Opa mit dem miesen Blick ist auch hier. Kein gutes Geschäft für ihn, und so streicht er neidisch über den Wagen von Frankie, der grinsend mit der nächsten Ausbeute daher kommt. Jetzt sind wir neugierig. “Sag mal Frankie, wieviel verdienst Du so?”, “mh auf den Wiesen sind es um die 20 am Tag. Hier mehr. 100 werden es locker sein.” Wir staunen. Fragen ihn, ob er das Geld behalten darf, er nickt. Das sei sein Taschengeld. Nettes Gehalt für einen Tag. Für einen Jungen, der mit 14 (???) unter viel Älteren weilt, die Drogen konsumieren, und wenn es nur der Alkohol ist, und sich dennoch wohl fühlt. Mit Freunden haben wir ihn noch nie gesehen. Die sind wohl Zeitung austragen oder Autos putzen.
Der Wagen ist voll, den sollte er mal lieber zum Automaten bringen. “Jaja, später. Da vorne hab ich auch noch zwei stehen. Und wenn die voll sind, holt mich mein Dad mit dem Hänger ab.”…
Die Serie Deines Lebens
12.5.2010 von dieJenny.
Im Fernsehen der heutigen Zeit scheint die größte Komponente das Serielle zu bilden. Wir schauen auf die Mattscheibe und lassen uns berauschen vom gespielten Leben anderer Menschen, sehen meist klassische Geschichten über Liebe, Krisen und das ganz “normale Leben”. Und obwohl es scheint, als sehen wir den gleichen Zusammenhang, die gleiche Basis immer wieder, nur mit anderen Protagonisten, schalten wir jeden Tag wieder ein. Um 19.45 Uhr auf RT oder auch zu jeder anderen Zeit. Wir fiebern mit Charakteren mit, die uns nahe scheinen, dseren Gefühle uns vertraut scheinen, deren Leben wir mit unserem vergleichen können. Ist es nicht verwunderlich, dass wir uns auf das “Leben”, oder besser gesagt die erfundene Geschichte anderer stürzen und so “abhängig” von deren Leben werden, dass es wichtiger scheint, um 19.45 Uhr den Fernseher anzuschalten, als während dessen unser eigenes Leben in Gang zu bringen?
Der Trend wird noch extremer: An den Nachmittagen hat es sich offenbar durchgesetzt, Realitysoaps und ähnliches zu zeigen. Wir sehen tatsächlich in das Leben anderer - oder glauben dies zumindest. Während das eigene Kind im Hintergrund schreit, hat die Mutter keine Zeit, sich darum zu kümmern, weil sie mit dem baby irgendeiner Mutter in Castrop-Rauxel beschäftigt ist und der erbärmlichen Figur zusieht, wie sie ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt. Befriedigung beim Rezipienten, während er selbst erbärmlich auf den Bildschirm starrt, sein eigenes Leben ausblendet und sich an den Katastrophen anderer erfreut, nicht merkend, dass seine eigenen mindestens genau so schlimm sind. Wie kann es sein, dass die Befriediung eines großen Teils der Gesellschaft eher aus der Betrachtung des Lebens anderer rührt, als aus der Meisterung des eigenen? Vor der Mattscheibe stillgelegt und in die “Realität” anderer entflohen, die nicht besser ist, als die eigene, wird das eigene selbstverbaute Leben vernachlässigt.
Jugendliche im Umgang mit dem Alkohol
4.3.2010 von dieJenny.
Jedes Jahr trinken ca. 750000 Menschen in der Bundesrepublik das erste Mal Alkohol. Für ca. 10% kann dies der Beginn einer zweifelhaften Alkoholikerkarriere sein. Jugendalkoholismus findet man kaum in einer Statistik - spektakulärer sind die jugendlichen Drogenabhängigen - aber die meisten User illegaler Drogen haben zuvor Erfahrungen mit der Pulle gemacht.
Kinder werden frühzeitig an den Geschmack von Alkohol gewöhnt: In vielen Süßigkeiten und Lebensmitteln, die sogar ausdrücklich für diese Altersgruppe angepriesen werden, ist Alkohol enthalten. So wird frühzeitig der alkoholische Geschmack antrainiert, denn normalerweise wirkt dieser beißende Geschmack abstoßend.
Bereits Kinder sammeln ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol. Omas Geburtstag - es darf zur Feier des Tages ein Schlückchen Sekt genippt werden. Für die Kinder ist das sozusagen der erste Schritt in die Erwachsenenwelt. Die Erwachsenen machen es den Kindern vor: Alkohol gehört zum Erwachsensein! Meistens darf zur Konfirmation das erste Mal “richtig” getrunken werden - die Jugendlichen sind dann gerade mal 14 Jahre alt.
Viele Erwachsene machen sich keine Gedanken, wenn Kinder mit Alkohol in Berührung kommen - das sollten Sie jedoch wissen:
* Das kindliche Nervensystem reagiert empfindlicher als das eines Erwachsenen - bereits ab 0,5 Promille Alkohol im Blut kann ein Kind bewusstlos werden. Bei Alkoholvergiftung muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.
* Je geringer das Gewicht des Kindes ist, umso mehr bewirkt die aufgenommene Alkoholmenge einen höheren Blutalkoholgehalt im Körper - bereits kleine Mengen Alkohol können tödlich sein!
* Beim Schulkind liegt die Gefahrenzone bei ca. 3 Gramm Alkohol je Kilogramm Körpergewicht, während beim Erwachsenen erst doppelt so viel zum Tode führt.
* Beim kleineren Kind fehlt das sonst so typische rauschhafte Anfangsstadium - das Kind kann schlagartig vom wachen Zustand in tiefe Betäubung fallen!
* Alkohol beeinträchtigt die seelisch-geistige und körperliche Entwicklung der Kinder.
Gerade die Pubertät ist eine schwierige Phase. Die Jugendlichen wollen sich vom Elternhaus lösen, haben aber in der Welt der Erwachsenen noch große Schwierigkeiten sich zu behaupten. Die körperliche Entwicklung, der erste Liebeskummer, schulischer Leistungsdruck erschweren diese Zeit enorm. Alkohol kommt in dieser Entwicklungszeit wie gerufen. Er schmeckt den jungen Erwachsenen zwar nicht unbedingt, wirkt aber enthemmend, entspannend und hilft dabei sich über Verbote hinwegzusetzen. Der Alkohol lässt das mangelnde Selbstvertrauen vergessen und auch die Zukunftsängste werden lässig überspielt. In vielen Cliquen gilt Alkoholkonsum als Zeichen von Stärke, dadurch entsteht der Gruppenzwang mitzutrinken.
Alkoholkonsum wird in unserer Gesellschaft toleriert, er ist Bestandteil der Erwachsenenwelt. Wer als Jugendlicher mithalten will, muss auch mittrinken, als Abstinenzler gilt er schnell als Außenseiter. Dazu trägt auch wesentlich die Werbung mit Sprüchen wie “Spaß im Glas” bei. Der verantwortungsbewusste Umgang mit Genussmitteln kann jedoch erlernt werden, dazu haben wir als Erwachsene auch eine Vorbildfunktion.
Setzen Sie sich öfters mit der ganzen Familie zusammen und sprechen Sie über aktuelle Probleme.
Hören Sie Ihrem Kind immer zu. Zeigen Sie, dass Sie Verständnis für Sorgen und Probleme haben. Schaffen Sie eine Vertrauensbasis. Auch Nebensächlichkeiten können für das Kind oder Jugendlichen “weltbewegend” sein.
Beleben Sie Familientraditionen, auf die sich die Kinder freuen - z.B. gemeinsames Samstagsfrühstück etc.
Seien Sie Ihren Kindern ein Vorbild, indem Sie den eigenen Suchtmittelgenuss (Alkohol, Zigaretten) einschränken.
Geben Sie den Kindern geistige Anregungen, machen Sie Spielenachmittage o.ä. Machen Sie gemeinsame Ausflüge, an denen die Kinder auch Spaß haben etc.
Nehmen Sie den Kindern nicht alle Aufgaben ab. Lassen Sie die Kinder altersgerecht Verantwortungen und Pflichten übernehmen.
Kinder und Jugendliche müssen eigene Erfahrungen sammeln. Dazu gehören auch Trauer, Wut und Enttäuschung. Lassen Sie die Kinder Probleme auch selber lösen.
Jedes Extrem in der Familie kann sich negativ auswirken. Gibt man den Kindern zu viele Freiheiten, zuwenig Beachtung und Interesse, so fühlen sie sich leicht vernachlässigt. Auch das Gegenteil wirkt sich negativ aus. Das Überbehütetsein und zuviel Strenge, gibt Kindern und Jugendlichen zu wenig Möglichkeiten, sich frei zu entfalten. Das gesunde Mittelmaß zu finden ist nicht leicht, aber erstrebenswert.
Quelle: http://www.a-connect.de/jugend.php
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Schneller Rauchfrei
26.2.2010 von dieJenny.
So viele Menschen in Deutschland rauchen. Die Risiken sind bewusst, doch fällt es oft schwer, die Finger vom Glimmstängel zu lassen. Für jeden, der wirklich aufhören will, ein paar Tipps:
Der langsame Weg, nach und nach aufzuhören, lohnt sich in der Regel nicht, er ist schwieriger und qualvoller. Effektiver ist da die „Schlusspunkt-Methode“. Setzen Sie sich in den nächsten Zehn Tagen einen Termin, zu dem Sie definitiv aufhören wollen. Rauchen Sie dann genüsslich Ihre letzte Zigarette, um danach alle Rauchutensilien wegzuwerfen. Vorbereitung darauf kann von Vorteil sein. Führen Sie einfach ein „Rauchtagebuch“. Das heißt, Sie schreiben an zwei Tagen in der Woche und einen am Wochenende auf, wann Sie rauchen und warum. Überlegen Sie dann, was Sie sonst in diesen Situationen tun könnten. Wenn Sie starker Raucher sind, können auch Nikotinpflaster von Nöten sein, um die körperlichen Auswirkungen gering zu halten. Symptome wie Schwindel oder Übelkeit sind in der Regel nach sieben bis zehn Tagen vergessen, also durchhalten!
Viele Menschen geniessen gerne eine Zigarette nach dem Essen. Wenn es Ihnen schwer fällt, von dieser loszukommen, verändern Sie einfach die Grundsituation. Bleiben Sie nach dem Essen nicht sitzen! Gehen Sie spazieren, spülen Sie ab oder beschäftigen Sie sich anderweitig! Auch kann es hilfreich sein, bereits vor dem Rauchstopp eine gesunde Richtung in Sachen Ernährung einzuschlagen, damit Sie nach dem Rauchstopp nicht unnötig zunehmen. Das sollte Sie nicht abschrecken, trauen Sie sich einfach zu, diese Phase zu überwinden. Viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben! Sollten Sie weiterhin Probleme haben, holen Sie sich bei Ihrem Arzt Informationen zum Thema ein und besuchen sie gegebenenfalls Antiraucherkurse.
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Hart IV Urteil. Armen Kinder muss sofort geholfen werden
9.2.2010 von admin.
Der Sozialverband VdK Deutschland begrüßt das heutige Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Höhe der Hartz-IV-Regelsätze. “Jetzt gibt es einen klaren Auftrag an die Bundesregierung, die Regelleistungen transparent und sachgerecht bis zum 31. Dezember 2010 neu zu berechnen”, erklärte die VdK-Präsidentin Ulrike Mascher.”Wir fordern Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf, in den nächsten Wochen eine gesetzliche Regelung auf den Weg zu bringen, die bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder vorsieht. Kinder aus Hartz-IV-Familien dürfen nicht länger in ihren Entwicklungs- und Teilhabechancen gegenüber anderen Kindern benachteiligt werden”, sagte die VdK-Chefin. Denn jetzt würden bei ihnen die Weichen für das weitere Leben gestellt, die nachträglich nicht mehr korrigiert werden können.
“Bei der Förderung von Kindern spielt selbst ein halbes Jahr eine große Rolle”, betonte Mascher. Deshalb müsse bei besonderen Bedarfen von Kindern schnell Hilfe möglich sein. Hier habe das Gericht jetzt einen Rechtsanspruch eröffnet. “Fahrtkosten bei getrennt lebenden Eltern, Teilnahme an Klassenfahrten, Nachhilfestunden, das brauchen Kinder zum Beispiel, um nicht ausgegrenzt zu werden. Vom Hartz-IV-Regelsatz lassen sich dafür keine Rücklagen bilden. Das hat die Praxis gezeigt. Hier brauchen wir ganz schnell eine Verfahrensregelung”, betonte die VdK-Präsidentin.
Der VdK forderte zur Finanzierung höherer Hartz-IV-Leistungen die rasche Einführung einer Finanztransaktionssteuer und die Wiederbelebung der Vermögensteuer.
Mascher: “Die Gewährung, aber auch der Umfang des soziokulturellen Existenzminimums darf nicht an der angespannten Lage des Bundeshaushalts scheitern. Menschenwürde kann nicht unter Kostenvorbehalt stehen. Haushaltskonsolidierung darf nicht zu Lasten der Schwächsten gehen. Diese haben die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht verursacht. Sie dürfen jetzt nicht ihre Opfer werden.”
Mascher warnte auch vor der Fortsetzung der Missbrauchsdiskussion bei Hartz IV. Eine Studie der Bundesagentur für Arbeit habe ergeben, dass sich die Zahl der Missbrauchsfälle von 2008 auf 2009 lediglich um 0,1 Prozent von 1,8 auf 1,9 Prozent aller Hartz-IV-Leistungsempfänger erhöht hat. “Die 98,1 Prozent der Hartz-IV-Empfänger, die zu Recht diese Leistungen beziehen, haben es satt, als Sozialschmarotzer diffamiert zu werden. Damit muss Schluss sein”, betonte die VdK-Präsidentin. (Michael Pausder)
Musik klingt auch leise gut
8.2.2010 von dieJenny.
Gerade bei Jugendlichen nimmt die Zahl an Hörschäden erheblich zu. Der Grund: zu viel Lärm. Gerade durch den MP3-Player, laute Computerspiele oder auch die zu laute Musik im Zimmer ist das Gehör Jugendlicher enormem Stress ausgesetzt. Schätzungen zufolge leiden mittlerweile etwa 500.000 Jugendliche an Hörschäden.
Doch nicht alle empfinden es selbst auch so: Studien belegen, dass etwa die Hälfte derer, die sich als normalhörend bezeichnen, tatsächlich unter starken Beeinträchtigungen leiden. Gefährlich wird das auch für andere, denn bei etwa einem Drittel der Betroffenen treten auch Probleme beim sogenannten Richtungshören auf. Das bedeutet, dass beispielsweise im Straßenverkehr nicht mehr abgeschätzt werden kann, woher Geräusche wie Fahrradklingeln oder Sirenen ertönen, was zu Unfällen führt.
Auch für den Betroffenen ist dies Thema nichts, das man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Dauerhafte Ohrgeräusche sind nur eine von vielen Folgen. Wenn ein Piepen im Ohr auftaucht bei zu lauter Musik, sollte spätestens dann Abstand zum Lärm genommen werden. Verschwindet es nicht nach spätestens 24 Stunden, ist ein Arzt aufzusuchen.
Nicht umsonst arbeitet man an Regelungen über die Lautstärke von Kopfhörern. Die eigene Gesundheit sollte niemandem egal sein – und Musik klingt doch auch leise noch immer gut!
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Durch den Wohnungsdschungel
5.9.2009 von dieJenny.
Das Abitur ist geschafft und das Gefühl, einen Meilenstein hinter sich liegen gelassen zu haben, prägt sich aus. Nun geht es an die weitere Lebensplanung. Ein Studium soll es sein. In – sagen wir – Medienwissenschaften, oder auch Medizin. Schön und gut, der eigene Abischnitt reicht nicht aus, also müssen Praktika her, um den Lebenslauf auf zu polieren und sich eine reelle Chance gegenüber den anderen gefühlten eine Millionen Bewerbern zu verschaffen.
Die Bewerbungsphase geht los, und als dann endlich - nach etwa einem Monat Ungewissheit - Zusagen ins Haus flattern und sich der Studienbewerber für eine Stadt und die genaue Fächerkombination entschieden hat, sollte doch das Schwerste geschafft sein, oder? Oder nicht! Denn nun kommt die kniffligste Aufgabe, die mit dem eigentlichen Studium noch rein gar nichts zu tun hat: Die Wohnungssuche. Man ist ja nicht allein als Neuanfänger an der Uni, und somit auch nicht der einzige, der eine neue Bleibe sucht.
Da sollte das Internet helfen - da findet man bekanntlich alles. Ein breites Spektrum an Angeboten lässt sich leicht ausfindig machen, gibt es doch Seiten wie wg-gesucht.de, studenten-wg.de, und natürlich immobilienscout24.de. Das sollte reichen. Eine eigene Wohnung und keine Wg, nicht zu teuer sollte es sein, am Besten zentral, man will ja gut hin und her kommen, und wenn möglich auch nicht das letzte Drecksloch. Man verlangt ja kein 5-Sterne Haus, doch ordentlich darf es sein.
Der Suchenende wird im WorldWideWeb fündig. Das Angebot sieht doch garnicht schlecht aus, 1 Zimmer, Küche, nah an der Uni, und die Kaltmiete beträgt rund 200 €. Das kann man sich leisten. Also schnell die Nummer wählen und einen Besichtigungstermin ausmachen!
„Ah ja, die Wohnung ist schon weg.“, klingt es dann am anderen Ende der Telefonleitung.
Schade, sah doch ganz gut aus die „Bude“, aber naja, weiter geht’s, es gibt ja schließlich genug andere Angebote. Wirklich?
Vielleicht bekommt der Wohnungssuchende aber auch bei den nächsten 20 Anzeigen die gleiche Antwort.
Vielleicht bekommt er aber auch einen Besichtigungstermin. Das ist doch schon mal gut, oder? Aber schon beim Ankommen am Objekt kann er sich seine Chancen auf diese Wohnung (oder auch das Zimmer) schon ausmalen, denn mit ihm warten mindestens 20 andere Bewerber vor der Haustür oder stapfen motiviert durch die Wohnung, die man selbst auch sehr schön findet. Studenten gibt es hier genug. Und eine Bleibe scheinen sie alle zu brauchen.
Diese Wohnung also nicht bekommen? Ist sie an einen der anderen Bewerber gegangen? Nun denn, weiter geht es! Nur nicht stressen lassen.
Alle Angebote im Internet schon durch? Und auch in der Zeitung war nichts dabei oder nichts frei? Hey Moment, da bei Wg-gesucht ist gerade ein neues Angebot reingekommen. Aha, ein Zimmer, separate Küche, relativ zentral. Sofort anrufen! Das Angebot ist erst eine halbe Stunde online, da hat man doch eine gute Chance…oder? Ring ring „Ah ja, die Wohnung ist gerade weg, hat ein Student gemietet.“, nun, allein ist man wohl wirklich nicht auf Wohnungssuche.
Dann versucht man es jetzt vielleicht anders herum. Erst einmal müssen die ohnehin nicht hohen eigenen Ansprüche runter geschraubt werden. Wird es eben keine separate Küche, und vielleicht liegt halt Teppich im Schlafzimmer, auch wenn man selbst Allergiker ist. Nun schaltet der Student selbst eine Anzeige:
Suche: 1-2 Zimmer Whg, Uninah, bis 300 € kalt
Am nächsten Tag klingelt also das Telefon, man verabredet sich zur Besichtigung. Natürlich kommt Freude über die Angebote, die einem gemacht werden, auf. Nun kommen die Leute zum Suchenden, das heißt zumindest, dass die Wohnung noch frei ist.
Oder wollen die Leute etwas ganz anderes los werden? Die meinen es ja alle nur gut. Uninah? Der wird wohl Student sein. Vielleicht will er auch nur ein Zimmer, werden wohl einige gedacht haben. Wie sonst sind die Anrufe all Jener zu erklären, die einem zwar keine Wohnung, aber ein Zimmer mit alten Möbeln anbieten wollen, ein Zimmer mit Bad auf dem Flur, oder gar eine Wohnung, die 20 km von der Uni entfernt ist? Naja, anschaun kann man sich das ja mal…schließlich ist das Angebot nicht riesig, die Nachfrage aber schon.
Los geht es also zur Wohnungsbesichtigung. Igitt, hier liegt Teppich, in der Dusche kann ich nicht stehen, die Küche ist so alt, dass sie auseinander zu fallen droht…, aber es gibt ja nicht unendlich viele freie Zimmer, Appartements oder Wohnungen. Man bedankt sich und will sich bis zum nächsten Tag melden. Aber zu lange warten sollte man nicht, die Vermieter haben schließlich auch noch andere Interessenten.
Weiter geht es also. Die nächste Wohnung ist eigentlich ganz schön, gefällt einem gut, aber man hat ja noch andere fünf Unterkünfte zu besichtigen. Man bedankt sich also, und will sich bald melden. Andere Interessenten gibt es auch hier.
Vielleicht hat man ja noch eine schöne Wohnung, über die es sich nachzudenken wohnt. Vielleicht auch nicht. Die nächste ist ewig weit von der Uni entfernt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist eine Stunde Zeit verloren…ob das das Richtige ist? Nicht so wählerisch sein, ermahnt sich der Besichtigende nun selbst. Man bedankt sich also, sagt man wolle sich bis zum nächsten Tag melden.
Viel war nicht dabei…eigentlich auch nur eine Wohnung, die dem Studenten wirklich gefiel - eigentlich nur eine, die wirklich in Frage käme. Etwas teurer als die anderen ist sie natürlich - aber schön. Soll es diese nun sein? Oder soll die Suche weitergehen? Bis hierher war der Weg doch schon ziemlich müßig.
Nach langem Überlegen entscheidet sich der Suchende nun also, den Vermieter zu kontaktieren um ihm mitzuteilen, dass er das Objekt mieten will. Ring ring Na hoffentlich war da der andere Interessent nicht schneller…
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